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Blitzlicht oder Dauerlicht – Welches eigenet sich besser?

Blitzlicht oder Dauerlicht? Diese Frage stellen sich wohl die meisten Fotografen, bevor sie sich für ein eigenes Fotostudio entscheiden. Leicht ist die Frage nicht zu beantworten, denn jedes dieser Beleuchtungsarten hat seine Vor- und Nachteile.  Ich möchte Dir mit diesem Beitrag einen kleinen Überblick verschaffen und wenn ich Dir die Entscheidung damit leichter machen kann, hat es sich gelohnt.

 


Generell unterscheidet man in der Studiobeleuchtung zwischen Tageslicht und Kunstlicht.

Was gehört zur Tageslichtähnlichen Beleuchtung von ca. 5600 K (Kelvin)?

  • HMI – Licht
  • Studioblitzgeräte
  • Tageslicht Spiralleuchten
  • Leuchtstoffröhren
  • neuere LED Leuchten

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Was gehört zur Kunstlichtbeleuchtung? Alles unterhalb der Tageslicht Farbtemperatur von 5600K (Kelvin)?

  • Energiesparlampen ca. 3200 K
  • Baustrahler ca. 3000K (diese sind jedoch nicht in professionellen Fotostudios zu finden. Ich führe sie nur auf, weil mit diesen Strahlern sehr viele Hobbyfotografen beginnen.)
  • Halogenleuchten ca. 3000K
  • Glühbirnen von 20-100W ca. 2200K  – 3000K
  • Leuchtstoffröhren warmweiss ca. 3000 K
  • Leuchtstoffröhre kaltweiss ca. 4000 K

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Das bietet Dir Dauerlicht im Fotostudio!

Dauerlicht ist wohl bei den meisten Einsteigern in die Studiofotografie die erste und auch günstigere Wahl der Beleuchtung. Doch ist es auch die Beste?

Vorteile des Dauerlichts:

  • Einfacher Einstieg, da sich die Art und Weise der Fotografie nicht unbedingt verändert (keine Blitzlichtmessung und Blitzsynchronzeit als oberste Grenze der schnellstmöglichen Verschlusszeit.
  • Bestückt mit Energie Tageslicht Spiralleuchten eine sehr günstige Einstiegsvariante.
  • Bewegungsunschärfen zur Bildgestaltung sind sehr gut umsetzbar gegenüber Blitzlicht.
  • Auch die in den letzten Jahren durch Taschenlampen Hersteller wie „Zweibrüder“ bekannte Lightbrushtechnik, ist vor allem mit einem Spot und viel Leistung sehr gut umsetzbar.

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Nachteile des Dauerlichts:

  • In der unteren Preisklasse ist die Leistung nur in Stufen regelbar und recht gering.
  • Durch geringe Energieeffizienz werden sie sehr schnell, sehr heiß. Dadurch können nur sehr wenige mit Softboxen bestückt werden.
  • Im unteren Preissegment, nur sehr wenige Lichtformer wie Beauty Dish verwendbar. Auch die Auswahl der Wechselreflektoren sehr gering.
  • Recht geringe Stabilität des Farbspektrums, daher kaum reproduzierbare Aufnahmen.

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Mein Fazit zum Dauerlicht:

Dauerlicht ist leider meist erst im gehobenen Preissegment sehr flexibel einsetzbar. Die Leistung ist in der unteren Preisliga sehr gering, sodass sie sich vielleicht für den Stilllifebereich und kleinere Produktfotos eignen aber nicht, wie oft gemeint für eine anspruchsvolle Portraitfotografie. Dauerlicht hat auch meiner Meinung nach nichts mit der richtigen Arbeit im Fotostudio mit Blitzgeräten zu tun, da der gesamte Workflow ein anderer ist. Somit lohnt sich der Einstieg damit nur bedingt. Wer mit Dauerlicht wirklich hochwertige Aufnahmen machen möchte, sollte schon ein größeres Budget einplanen und dann sogar den Einsatz von LED Leuchten in Erwägung ziehen. In einem meiner nächsten Beiträge nehme ich das LED Licht genauer für Dich unter die Lupe. Ich kann die Nutzung von Dauerlicht für die Produktfotografie oder auch Sachfotografie empfehlen, solange Farbeverbindlichkeit in den Bilder nicht unbedingt die größte Rolle spielt.


Das bietet Dir das Blitzlicht im Fotostudio!

 Vorteile des Blitzgerätes:

  • Sehr gute Reproduzierbarkeit, da das Farbspektrum konstant ist und auch bleibt.
  • Durch sehr schnelle Abbrennzeiten werden Gegenstände bzw. Deine Motive sehr scharf abgebildet und Bewegungen, wie ein springendes Kind können problemlos mit Blitzlicht eingefroren werden.
  • Durch Stroboskopstechniken ist Blitzlicht auch unter sehr kreativen Fotografen die erste Wahl.
  • Sehr hohe Lichtausbeute abrufbar.
  • Meist stufenlos regelbar, mit proportional einstellbarem Pilotlicht. Außer im unteren Preissegment, da in 5-6 Blendenstufen regelbar.
  • Die Auswahl an Lichtformern und Softboxen ist nahezu unbegrenzt und einige Hersteller bieten günstige Alternativen zu den Originalteilen.
  • Eine sehr kompakte Bauweise.

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Nachteile vom Blitzlicht:

  • Bei Computerblitzgeräten fehlt das Pilotlicht.
  • Oftmals höhere Ersatzteilkosten in Bezug auf die Ersatzblitzröhren.
  • Meist etwas schwerer und auch anfälliger.

 

Die Anschaffungskosten für Studioblitzgeräte liegen nicht unbedingt über denen des Dauerlichts, zumindest nicht im mittleren Preissegment der Dauerlichtleuchten.

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Mein Fazit zum Blitzlicht:

Ich persönlich finde es am besten, gleich mit einem entsprechendem Kompaktblitzgerät zu beginnen, da die Einsatzmöglichkeiten wesentlich größer sind gegenüber dem Dauerlicht. Die Farbtemperatur ist stabiler und da ich sehr großen Wert auf eine farbtonrichtige Wiedergabe lege, wäre Dauerlicht für mich keine Alternative. Der einst große Vorteil des Dauerlichts, dass man die Licht Schattenwirkung genau beurteilen kann, entfällt durch das Pilotlicht der Blitzköpfe, welches sich proportional bei den meisten Blitzgeräten einstellen lässt. Auch die große Auswahl an  Lichtformern, ist ein riesen Vorteil für jeden kreativ arbeitenden Fotografen.

 


Nun hoffe ich, Dir mit diesem Beitrag einen kleinen Überblick erschafft zu haben und das es Dir die Entscheidung für Dein neues Fotostudio erleichtert. Wenn ja, würde ich mich über einen Kommentar freuen und vielleicht folgst Du mir auf Facebook und Twitter.

Viel Spaß noch

Thomas.

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Wie hast Du begonnen? Mit einem Blitzgerät oder dem Dauerlicht?

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