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Fotoworkshop Ingolstadt


Bergsee in den Dolomiten

 

Ein Bergsee in den Dolomiten

Diesen wunderschönen Bergsee entdeckten wir in den Dolomiten während unserer letzten Bergtour in den Alpen. Tagsüber wirkt er eher unscheinbar, doch spätestens zum Sonnenuntergang erstrahlt er in tiefem Rot. Alpenglühen, wie es schöner nicht sein kann. Ich entschloss mich in der Nacht noch einmal hinzugehen und ich habe es nicht bereut.

Zur Fotoausrüstung

  • Canon EOS 5 DSR (50MP Vollformatkamera)
  • Canon EF 16-35 1:4,0 L IS USM
  • Novoflex Quadropod mit ClassicBall 5
  • Eine LED Taschenlampe und meine Stirnlampe
  • Funkauslöser Hähnel Capture

 

Ein Wort zur Fototechnik

Die Canon 5 DS R mit ihren 50 Megapixel hat es wirklich in sich. Ausgedruckt auf A1 wirkt das Bild auf FineArt Papier noch besser und die Tiefenwirkung ist erstaunlich. Das Weitwinkelobjektiv ist sicher nicht das Lichtstärkste aber für diese Aufnahme brauche ich auch keine Offenblende mit geringerer Schärfentiefe. Bei der LED-Taschenlampe sollte man auf eine neutrale Farbtemperatur achten. (Tageslicht ähnlich). Außerdem vergessen viele, dass es in den Bergen selbst in den Sommermonaten bereits empfindlich kalt und feucht werden kann. Obwohl die 5DS R spritzwassergeschützt ist habe ich immer ein Raincover mit dabei. Dieses ist nicht von Canon aber erfüllt voll und ganz seinen Zweck. In meiner Fototasche sind auch immer Beutelchen mit Trockenmittel drin. So halte ich auch das Wasser aus meiner Tasche fern. 👍

 

Wie entstand diese Aufnahme vom Bergsee bei Nacht?

Als Erstes suchte ich mir einen schönen Standpunkt und richtete meine Kamera mit einer kleinen 3 Wege Wasserwaage aus. Ich entschied mich für eine sehr niedrige Perspektive um den Eindruck zu verstärken mitten im See zu stehen. Trotz meiner Stirnlampe ist es in dieser steinigen Gegend nicht ganz einfach gewesen nicht zu fallen oder auszurutschen. Nachdem ich meinen Standpunkt gefunden habe, machte ich einige Testaufnahmen und entschied mich für eine Belichtung auf die hellen Bildbereiche des Himmels. Ein wenig Restlicht war noch in den Berggipfeln zu sehen. So wurden zwar die dunkeln Bildbereiche des Vordergrunds noch dunkler aber diese kann ich in Capture One und Lightroom problemlos mehrere Blenden aufhellen.

Die hellen Steine im Wasser im Vordergrund gingen mir aber dennoch ein wenig unter. Nun war der Zeitpunkt meine Taschenlampe zu zücken und mit leichten Bewegungen wie beim Abwedeln in der Dunkelkammer diese aufzuhellen. Das hört sich leichter an als getan, wenn ich ehrlich bin aber nach einigen Testaufnahmen hatte ich auch dieses Problem gemeistert.

Leider fehlte dem Bild meiner Meinung nach noch mehr Tiefe und vor allem Leben. Deshalb musste Karina mit aufs Bild. 😜 Was tut man nicht alles, um ein schönes Bild zu bekommen. Mit eingeschalteter Stirnlampe kletterte sie am Ufer entlang, blieb dann stehen und leuchtete sich ebenfalls selbst mit Ihrer Lampe aus.

 

Die Bildbearbeitung

Die Bildentwicklung machte ich in diesem Fall mit Capture One. Hier bekomme ich feinere Farben ausgearbeitet und auch die Tiefen sind hier detaillierter zu betonen. Ich habe die dunklen Bereiche aufgehellt und die Lichter etwas abgedunkelt, um eine gute Dynamik zu erzielen. Eine flächige Aufhellung des Hintergrunds schaffte eine bessere Tiefenwirkung und fertig war ich. Zum Schluss habe ich mich noch für einen Bildlook mit etwas kräftigen Farben entschieden und einem hohen Kontrast. So wirkt das Bild etwas düsterer und hat doch etwas Verwunschenes.

 

Das letzte Wort!

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag ein wenig inspirieren selbst loszuziehen und schöne Motive zu finden. Falls ja freue ich mich natürlich über einen Kommentar oder einen Daumen nach oben auf Facebook, Google+ oder Instagram.

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