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Kirche-innen

Tipps zur Archtitekturfotografgie

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iese 8 Tipps zur Architekturfotografie sollen Dir helfen, noch mehr aus Deinen Fotos herauszuholen. Die Liste könnte ich sicherlich beliebig erweitern und ich hoffe, dass Du am Ende des Artikels auch durch Deinen eigenen Kommentar mithilfst, sie zu ergänzen. Ich würde mich sehr freuen.

TIPP 1: Sieh genau hin und lasse Dir Zeit bei Deiner Motivwahl!

Kein anderer Bereich der digitalen Fotografie braucht so viel Vorbereitung und Genauigkeit wie die Architekturfotografie. Oft lohnt es sich, dass Motiv zu einer anderen Jahres- oder Tageszeit noch einmal aufzusuchen. Das Licht verändert sich schnell und auch die Schattenzeichnung ist ein sehr gutes Gestaltungsmittel. Konzentriere Dich auf Formen und Linien. Ich selbst gehe manchmal auf eine Städtetour und gebe mir eine Vorgabe für meine Bilder. Zum Beispiel suche ich mir vorwiegend rote Motive oder ich nehme mir vor, unbedingt ein großes Verkehrsschild mit in den Vordergrund einzubeziehen. Plane Deine Tour gut und Du findest jede Menge lohnenswerte Motive und kommst nicht auf die Gedanken immer wieder dieselben Motive, wie alle Touristen zu fotografieren. Architekturfotografie sollte abwechslungsreich sein.

TIPP 2: Weniger ist mehr!

Viele Fotografen neigen dazu, so viel wie möglich mit ins Bild einzubeziehen. Das Resultat sind mit Motiven vollgepackte Bilder, wo man eigentlich keinen Blickfang mehr hat und es anstrengend ist, diese Fotos zu betrachten. In der Architekturfotografie ist es zwar ratsam, die Umgebung mit in den Bildaufbau einzubeziehen, aber nur wenn Sie zur Bildgestaltung beiträgt. Versuche durch Linienführung (z.B.: Geländer hin zur Kirche) den Betrachter ins Bild und somit zum Motiv zu führen.

TIPP 3: Vermeide Paralaxenverschiebungen / stürzende Linien in der Architekturfotografie.

In manchen Fällen ist es zwar ganz schön, wenn man stürzende Linien als Gestaltungsmittel einsetzt, aber in der Architekturfotografie kommt es auf eine gerade Linienführung an und auf eine realistische Bildwiedergabe. Nach hinten umfallende Gebäude wirken da eher technisch schwach. Programme wie Photoshop sind oft zur Korrektur eine gute und vor allem günstigere Alternative zu sehr teuren Tilt-und-Shift Objektiven, wie sie von professionellen Architekturfotografen genutzt werden.

TIPP 4: Wechsel oft die Perspektive.

Ich kann nur empfehlen, sehr viele Perspektiven zu versuchen. Das sage ich auch immer in meinen Fotokursen. Lieber mache ich ein Bild mehr, als gar keins. Ich schaue dabei oft durch den Sucher und mache jede Menge Fotos aus unterschiedlicher Perspektive, bevor ich mich festlege. Durch diese Methode sind mir schon sehr schöne und vor allem interessante Architektur Aufnahmen gelungen.

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Themen Fotoworkshops über Spezialtechniken der Fotografie, wie die Paralaxenverschiebung oder dem Nodalpunktadapter, sollen Dir helfen, Fehler zu vermeiden und mit solchen Problemen umzugehen.

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TIPP 5: Details ganz groß

Beziehe auch mal Details, wie zum Beispiel die Werbenasen von Gaststätten oder Details eines Kirchenfensters mit in Deine Motivauswahl ein. Oft wirken sie wesentlich interessanter und geben Einblicke, die wir sonst in der klassischen Architekturfotografie nie gesehen hätten. Manche Fotografen gestalten damit die schönsten und abstraktesten Bilderrätsel.

TIPP 6: Gehe auch mal Bei Nacht oder zur blauen Stunde los.

Mir geht es oft so, dass mich tagsüber Motive der Stadt eher langweilen und in der Nacht förmlich anziehen. Stadtlandschaften bestehend aus Spitzlichtern, dem dunkelblauen Himmel (blaue Stunde) und den Spuren vorbeifahrender Autos haben etwas Faszinierendes und eignen sich auch sehr für ein Panoramafoto.

TIPP 7: Der Rahmen macht’s.

Ein gerahmtes Bild steigert die Bildwirkung ungemein. Meist wird diese Wirkung durch ein Passepartout noch gesteigert. In der Architekturfotografie macht man sich zum Beispiel Fenster- oder Torbögen zunutze, um den Betrachter ins Bild hinein zu führen. Bei der Form der Rahmen habe ich keine festen Regeln und ich glaube, da sollte man sich auch nicht unbedingt einschränken.

TIPP 8: Offenblitzen und HDRI

Beide Methoden dienen dazu, alle Details in einem Bild (vor allen bei Innenaufnahmen, zum Beispiel einer Kirche) einzufangen und starke Kontraste auszugleichen. Bei der HDRI-Fotografie werden mehrere Aufnahmen mit ca. 2 Blenden Belichtungsunterschied gemacht, welche dann in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop oder HDR-Efex von Niksoftware zusammengefügt werden. Bei der Offenblitzmethode lässt man den Verschluss der Kamera sehr lange offen und geht mit einem externen Blitzgerät durch den Raum und blitzt die Stellen des Raumes aus, welche sonst im Dunkeln liegen würden. Kreative Fotografen blitzen zum Beispiel Burgruinen an verschiedenen Stellen durch unterschiedliche Farbfolien aus. Surrealistische Bilder sind dann das Resultat, die durchaus interessant wirken. Gerade die HDRI-Fotografie erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Aus diesem Grund biete ich auch verschiedene Themen Fotoworkshops hierzu an.

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Thomas

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